Freitag, 11. Oktober 2019

Erste Firmenlotsin bei der Stadt

Seit August 2019 arbeitet Ludmila Oliveira Feitosa im Ausländeramt der Stadt Friedrichshafen als Firmenlotsin. Aufgabe der studierten Politik- und Verwaltungswissenschaftlerin ist es, die ansässigen Unternehmen bei aufenthalts- und arbeitserlaubnisrechtlichen Verfahren für Fachkräfte, Selbständige und deren Familienangehörige zu beraten und zu unterstützen. Sie hilft die Unternehmen in Friedrichshafen dabei, schneller über dringend benötigte hochqualifizierte Fachkräfte zu verfügen, in dem Verfahren zur Einstellung verkürzt werden.
Frau mit dunklen Haaren sitzt am Schreibtisch
Ludmila Oliveira Feitosa ist seit August 2019 beim Ausländeramt der Stadt Friedrichshafen als Firmenlotsin beschäftigt.

„Durch den Firmenlotsen werden unsere ansässigen Unternehmen profitieren. Wir sind Dienstleister für die Unternehmen und wollen die Firmen unterstützen, die notwendigen Verfahren zu beschleunigen“, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung. Teil der Aufgabe der 29-jährigen Brasilianerin ist es, den Kontakt mit den Unternehmen zu pflegen und sie bei aufenthalts- und arbeitserlaubnisrechtlichen Fragen zu begleiten.

„Friedrichshafen als erfolgreicher Wirtschaftsstandort ist in besonders hohem Maß auf internationale Fachkräfte angewiesen. Deshalb ist es uns wichtig bereits jetzt die Stelle einer Firmenlotsin zu besetzen, um so die Firmen aktiv bei der Einstellung von ausländischen Mitarbeitern zu unterstützen“, so Oberbürgermeister Andreas Brand.

Mit der Einstellung der Firmenlotsin kommt die Stadt zum einen dem Wunsch der weltweit tätigen Firmen, wie die ZF Friedrichshafen, oder dem Klinikum Friedrichshafen nach, die Einstellungsverfahren zu beschleunigen. Damit ist sie aber schon heute auf die Aufgaben, die mit dem neuen Fachkräftezuwanderungsgesetz ab voraussichtlich 1. März 2020 auf sie zukommt, vorbereitet.

„Regelmäßig erhalten wir Anfragen von Unternehmen, ob eine Verfahrensbeschleunigung möglich ist. Hintergrund ist, dass die Unternehmen befürchten, dass sich die Bewerber aufgrund der längeren Verfahrensdauer in Deutschland umorientieren und Arbeitgeber, bei denen eine kürzere Bearbeitungsdauer bis zur Visaerteilung besteht, suchen“, so Hans-Jörg Schraitle.

Im Jahr 2018 wurden von der Ausländerbehörde der Stadt Friedrichshafen 320 Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit an Nicht-EU-Staatsangehörige erteilt. Hiervon entfallen 47 Aufenthaltstitel an Fachkräfte mit qualifizierter Ausbildung oder begründeten Einzelfällen mit öffentlichem Interesse sowie 113 Aufenthaltstitel für hochqualifizierte Fachkräfte (Blaue Karte). Von den insgesamt 160 Fachkräften betrafen ca. ein Drittel der Anträge Mitarbeiter der ZF Friedrichshafen AG. Die zweithöchste Anzahl von qualifizierten Fachkräften betraf Mitarbeiter der Klinikums Friedrichshafen GmbH.

Kontakt: Ludmila Oliveira Feitosa, Rathaus, Zimmer E.070, Telefon +49 7541 203 2168, .