Freitag, 18. Oktober 2019

Land fördert gemeinsamen Mietspiegel

Mit 50.000 Euro fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg das Kooperationsprojekt zur Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels. An dem Projekt beteiligen sich neben Friedrichshafen als Projektleiter alle weiteren 22 Städte und Gemeinden aus dem Bodenseekreis.

Das Ministerium stellte für die Jahre 2018 und 2019 jeweils 400.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Damit sollen qualifizierte Mietspiegel erstellt werden, um so auf den angespannten Wohnungsmärkten die Konflikte zwischen Mietern und Vermietern über die zulässige Miethöhe zu reduzieren. Konkret wird die Erstellung von qualifizierten Mietspiegeln gefördert, wenn sich mindestens zwei Gemeinden zusammentun, die gemeinsam mindestens 10.000 Einwohner haben. Die Höhe der Förderung liegt bei 50 Cent pro Einwohner und ist auf 50.000 Euro je Kooperationsprojekt begrenzt.

„Wir freuen uns, dass das Ministerium unser Projekt mit 50.000 Euro fördert. Es fallen beträchtliche Kosten an, um einen qualifizierten Mietspiegel zu erstellen. Diese Kosten können kleinere Kommunen oftmals nur schwer stemmen, weshalb wir uns mit allen Städten und Gemeinden im Bodenseekreis zusammengetan haben“, erklärt Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler.  Insgesamt leben in den 22 Städten und Gemeinden Markdorf, Meersburg, Tettnang, Überlingen, Bermatingen, Daisendorf, Deggenhausertal, Eriskirch, Frickingen, Hagnau, Heiligenberg, Immenstaad, Kressbronn, Langenargen, Meckenbeuren, Neukirch, Oberteuringen, Owingen, Salem, Sipplingen, Stetten, Uhldingen-Mühlhofen und Friedrichshafen rund 219.182 Menschen.

Qualifizierte Mietspiegel sind ein wichtiges Instrument zur Transparenz lokaler Wohnungsmärkte für Mieter und Vermieter, insbesondere bezüglich der Frage zulässiger Mieterhöhungen. „Einen gemeinsamen Mietspiegel zu erstellen hat den Vorteil, dass für ein großes Gebiet Daten über die ortsübliche Vergleichsmiete zum selben Stichtag und nach denselben Methoden und Differenzierungen erhoben und ausgewertet werden. Für alle beteiligten Städte und Gemeinden ergeben sich Vorteile und damit verbundene Synergieeffekte wie beispielsweise reduzierte externe Kosten“, so Köhler.

Das Kooperationsmodell im Bodenseekreis ist ein Beispiel für die funktionierende interkommunale Zusammenarbeit. Erstmals ist es gelungen, dass alle 23 Städte und Gemeinden des Bodenseekreises in einem Projekt zusammenarbeiten. Die neuen Mietspiegel werden voraussichtlich im August 2020 erscheinen.