Stadt verkauft Grundstück an Tierheim
Mit der förmlichen Übergabe des Kaufvertrags durch Bürgermeister Julius Mihm und Simon Büchler, Leiter des Amtes für Vermessung und Liegenschaften, an die Vorständin des Tierschutzvereins Friedrichshafen, Carola Fuchsloch, ist der Verkauf der bisherigen Grundstücksflächen an den Tierschutzverein abgeschlossen. Damit ist der Weg für die geplanten Umbau- und Baumaßnahmen frei.

„Mit dem Verkauf des Grundstücks schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der Tierschutzverein seine wichtigen Aufgaben auch künftig unter zeitgemäßen Bedingungen erfüllen kann. Das ist eine nachhaltige Investition in den Tierschutz in Friedrichshafen“, so Bürgermeister Julius Mihm.
Der Gemeinderat hatte dem Verkauf der rund 7.959 Quadratmeter großen städtischen Grundstücksfläche in der Messestraße 224 an den Tierschutzverein zugestimmt. Mit dem Erwerb des Areals verfügt der Verein nun über die notwendige Grundlage, um die für seine Aufgaben dringend benötigten Bau- und Sanierungsmaßnahmen umzusetzen.
„Der Grundstückskauf ist für unseren Verein ein wichtiger Meilenstein. Erst mit dieser langfristigen Planungssicherheit können wir die dringend notwendigen Sanierungs- und Neubauprojekte angehen und unser Tierheim fit für die Zukunft machen“, so Carola Fuchsloch, Vorständin des Tierschutzvereins.
Die Gebäude und Tierunterkünfte sind teilweise in die Jahre gekommen und müssen umfassend saniert oder ersetzt werden. Da die geplanten Investitionen mit erheblichen Kosten verbunden sind, können sie nur auf eigenem Grund und Boden wirtschaftlich und langfristig realisiert werden.
Der Tierschutzverein nimmt beispielsweise die in der Stadt aufgefundenen Fundtiere wie Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Kaninchen und viele mehr im Tierheim in Obhut und versorgt sie.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören der Bau eines Lagergebäudes für Tiernahrung, Streu, Decken, Körbe und Kratzbäume, ein separates Hundehaus mit Quarantäne- und Krankenstation, ein Fundtier-Container für die Aufnahme von Fundtieren außerhalb der Öffnungszeiten sowie der Abriss und Neubau des ersten Hundehauses aus dem Jahr 1983. Darüber hinaus sind die Erweiterung der Büroflächen, der Bau einer Anlage für Wasser- und Landschildkröten, die Errichtung eines Taubenhauses beziehungsweise Taubenturms auf dem ehemaligen Gnadenhofgelände sowie verschiedene Volieren zur kurzfristigen Unterbringung und Versorgung von Wildtieren auf dem ehemaligen Gnadenhofgelände vorgesehen.
Derzeit überarbeitet der Tierschutzverein gemeinsam mit seinem Architekten die Kostenplanung und stimmt die Maßnahmen mit den beteiligten Handwerksbetrieben sowie möglichen Fördergebern ab. Der Bauantrag soll nach der Sommerpause eingereicht werden. Die Umsetzung der Projekte ist innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre geplant.
Informationen zum Tierheim unter www.tierheim-friedrichshafen.de .